Neues Highlight am Technorama

Bild oben: Unter dem Rasterelektronenmikroskop sehen kleine Ameisen weitaus bedrohlicher aus als wir sie kennen. (Bild: Nano Imaging Lab, SNI, Universität Basel)


Berichte, SNI INSight Dezember 2021

Am Technorama in Winterthur gibt es seit kurzem ein Rasterelektronenmikroskop (REM), mit dem sich winzige Oberflächenstrukturen detailgenau darstellen lassen. Mit diesem Gerät werden scheinbar glatte Oberflächen zu wilden Gebirgszügen und Milben und Ameisen zu bedrohlichen Monstern. Die Anschaffung war dank eines von Gloor Instruments initiierten Spendenaufrufs möglich geworden. Das Swiss Nanoscience Institute (SNI) der Universität Basel war neben Gloor Instruments der grösste Geldgeber. Darüber hinaus steht das Team des Nano Imaging Labs den Mitarbeitenden des Technoramas mit Rat und Tat bei der Bedienung des Geräts zur Seite. Die Technorama-Crew plant mit unserem Outreach-Team gemeinsame Workshops, bei denen das neue REM eine wesentliche Rolle spielen wird.

Kleinste Krabbeltiere werden zu Monstern
Jeder kennt die eindrucksvollen Bilder von winzigen Insekten und Spinnentieren, die mit stechendem Blick und riesigen Klauen oder Tastbeinen wie gefährliche Monster aussehen. Diese präzisen Aufnahmen, auf denen jedes winzige Härchen deutlich zu erkennen ist, werden mit einem Rasterelektronenmikroskop (REM) gemacht.

Bei diesem Mikroskoptyp rastert ein fein gebündelter Elektronenstrahl die zu untersuchende Probe zeilenweise ab. Wechselwirkungen zwischen den Elektronen und der Probe liefern Information über die Beschaffenheit der Objektoberfläche.

Solch ein Rasterelektronenmikroskop steht jetzt auch im Technorama in Winterthur, einem der grössten Science Center Europas, das weit über die Grenzen der Schweiz hinaus bekannt ist. Das Swiss Nanoscience Institute hat sich massgeblich an den Anschaffungskosten beteiligt und unterstützt das Team vom Technorama auch darüber hinaus.

Am dem REM ist ausserdem eine sogenannte Mikroanalyse (auch unter der Abkürzung EDX bekannt) angebracht. Damit lässt sich die Zusammensetzung der Probe untersuchen – zum Beispiel um herauszufinden, welche Metalle in einem Schmuckstück vorhanden sind.

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