FH-Studium
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Mit der Berufsmatura oder der Matura mit Berufserfahrung steht einem der Weg an eine Fachhochschule (FH) offen. Diese sind in allen Landesregionen vertreten und bieten Ausbildungen im technischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen, sportlichen oder kommunikativen Bereich, die wie an den Universitäten mit einem Bachelor oder Master abgeschlossen werden können. Die Ausbildung an FHs zeichnet sich durch einen hohen Praxisbezug aus. Die Schweizer FHs mit ihren rund 80'000 eingeschriebenen Studentinnen und Studenten geniessen eine hohe Wertschätzung und ein Abschluss bietet gute Chancen auf einen sofortigen Einstieg in die Berufswelt – nicht selten direkt im mittleren Kader und zu sehr guten Löhnen.
Zürcher Fachhochschule / ZFH
4 angeschlossene Hochschulen (darunter die ZHAW mit 8 Departementen) (inkl. PH), rund 23'000 Studierende
Fachhochschule Nordwestschweiz / FHNW
9 angeschlossene Hochschulen (inkl. PH), rund 14'000 Studierende
Italienische Schweiz / SUPSI
7 angeschlossene Hochschulen und Departemente (darunter auch die FFHS) (inkl. PH), rund 6'000 Studierende
Jetzt an die Fachhochschule
Fachhochschul-Absolventinnen und -Absolventen finden nach dem Studium rasch den Berufseinstieg und sind gut bezahlt: Ihre Kompetenzen passen genau zu den Anforderungen des Arbeitsmarktes. Kein Wunder, sind sie mit ihrer beruflichen Situation zufrieden.
Dank der anwendungsorientierten Ausbildung geniessen Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen den Vorteil, dass sie theoretisches Wissen stets mit Blick auf die Herausforderungen der Praxis ansetzen. Das bereitet sie optimal auf die Berufswelt vor.
Viele FH-Absolventen in Führungspositionen
Die Löhne von FH-Absolventinnen und -Absolventen können sich sehen lassen. Gemäss der FH-Lohnstudie 2019 liegt der mittlere Lohn bei 101000 Franken pro Jahr. Die Löhne bleiben somit, verglichen mit den Löhnen der letzten Jahre, stabil – Tendenz leicht steigend. Nach wie vor steigt der Lohn mit dem Alter. Die Ökonomen verdienen in fast allen Branchen mehr als Fachhochschul-Absolventinnen und -Absolventen anderer Fachbereichen. Den höchsten Einstiegslohn erhalten Absolventen in der Pharma- und Chemie-Branche. Auffallend sind die Branchenunterschiede (z. B. Median von 77500 Franken/Jahr in Kunst, Kultur und Unterhaltung vs. 117000 Franken/Jahr im Finanz- und Versicherungswesen, vgl. Grafik). 60 Prozent der Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer sind in einer Kaderfunktion tätig. Sie verdienen jährlich zwischen 103800 und 141500 Franken.
Hohe Zufriedenheit und Arbeitsmarktfähigkeit
Des Weiteren zeigt die FH-Lohnstudie, dass 82 Prozent der Fachhochschul-Absolventinnen und -Absolventen mit ihrer beruflichen Situation zufrieden sind. Rund 81 Prozent halten ihre Stelle für sicher. 81 Prozent denken, dass es ziemlich bis sehr wahrscheinlich ist, dass sie in den nächsten sechs Monaten eine neue Stelle finden könnten. 61 Prozent glauben, dass diese Stelle mindestens gleichwertig wäre. «Diese Resultate zeigen, dass die Arbeitsmarktfähigkeit als hoch eingeschätzt wird und sich Fachhochschul-Absolventinnen und -Absolventen gut für den Arbeitsmarkt gerüstet fühlen», so Toni Schmid, Geschäftsführer vom Dachverband der FH-Absolventinnen und -Absolventen FH SCHWEIZ. Unabhängig in welcher Position Fachhochschul-Absolventinnen und -Absolventen tätig sind, die Themen «ausgewogener Lebensstil» und «Umweltschutz» beschäftigen sie am meisten.
Erschienen im Magazin "Primus FH&PH", Ausgabe Februar 2020

Dr. Magdalena Schindler
beantwortet Fragen zum Studium an einer Fachhochschule.
Frau Schindler, warum soll ich mich nach der Matura für ein Studium an einer Fachhochschule entscheiden?
Die Wahl eines Studiums ist eine wichtige Entscheidung. Ich empfehle den angehenden Studierenden, sich vorgängig gut über das vielfältige Angebot zu informieren und sich dann für ein Studium zu entscheiden, das den persönlichen Interessen und der Berufsvorstellung am besten entspricht. Wer Freude hat am Anpacken und am Anwenden sowie dem Lösen von Problemen aus dem Berufsalltag, der oder die ist an einer Fachhochschule richtig.
Wo liegen die Unterschiede zwischen einem Uni-Studium und einem FH-Studium?
Wer an einer Fachhochschule -studiert und diese mit einem Bachelor abschliesst, ist «berufsbefähigt». Das bedeutet: -Unsere Studierenden können gleich nach der Schule in die Berufswelt einsteigen und das erlernte Wissen praktisch anwenden. Fachhochschulen vermitteln Methoden- und -Sozialkompetenz und legen den Fokus auf angewandte Problemlösung. Ein Masterabschluss kann zusätzlich erlangt werden. Universitäten sind stärker auf Grundlagenforschung ausgerichtet und werden in der Regel erst mit dem Masterstudium abgeschlossen.
Welche schulischen und berufspraktischen Anforderungen muss ein Maturand oder eine Maturandin erfüllen, um an einer FH studieren zu können?
Die angehenden Studierenden brauchen eine eidgenössisch anerkannte Maturität und mindestens ein Jahr berufspraktische Erfahrung im studiengangsrelevanten Bereich. Dabei unterstützen die Fachhochschulen Interessenten. Wir beispielsweise haben sehr gute Kontakte zu Partnern und Betrieben und helfen unseren Studierenden, einen geeigneten Praktikumsplatz auf einem Bauernhof, in einem Produktionsbetrieb oder in der Forstwirtschaft zu finden.
Welche persönlichen Voraussetzungen sollte man für ein FH-Studium mitbringen?
Das Wichtigste sind Interesse an der Branche und Freude an den Studieninhalten. An Informationsveranstaltungen bekommt man einen guten Einblick in den jeweiligen Studiengang und erfährt zum Beispiel, dass in der Lebensmittelbranche Qualität und das Einhalten von Vorschriften sehr wichtig sind und Agronomen viel über Pflanzen und Tiere lernen. Man muss die Bereitschaft mitbringen, Theorie und Praxis zu verbinden und den Willen und die Leistungs-fähigkeit haben, intensiv zu arbeiten.
Welche Abschlüsse bieten die Fachhochschulen in der Schweiz an?
An Fachhochschulen können Bachelor- und Masterabschlüsse erlangt werden. Auf dem Schweizer Arbeitsmarkt ist der FH-Bachelorabschluss sehr bekannt und geschätzt. International wird eher ein Masterabschluss erwartet. Deshalb findet die Ausbildung auf Masterstufe häufig in Englisch statt, während beispielsweise im Bachelorstudium an der BFH-HAFL auf Deutsch und Französisch unterrichtet wird.
Wie sieht ein klassisches FH-Studium aus?
Ein Bachelorstudium dauert drei Jahre Vollzeit, ein Masterstudium eineinhalb bis drei Jahre, je nachdem ob es teilzeitlich oder vollzeitlich absolviert wird. Das Bachelorstudium besteht etwa zur Hälfte aus Vorlesungen, Gruppenarbeiten, Übungen, Untersuchungen im Labor sowie Besuchen auf Betrieben, wo man viel über Praxissituationen erfährt. Die andere Hälfte ist Selbststudium. Im ersten Studienjahr werden Grund-lagen vermittelt; im zweiten und dritten Jahr geht es um fachliche Vertiefung. Man hat dann auch die Möglichkeit im Wahlbereich einzelne Fächer selber zu wählen, die einen besonders interessieren.
Welche Zeitmodelle gibt es im FH-Bereich?
Ich kann hier wieder auf das Beispiel BFH-HAFL verweisen: In der Regel wird ein Bachelorstudium in Vollzeit absolviert. Ein Teilzeit- oder berufsbegleitendes Studium sind auch möglich, dies bedingt aber einen organisatorischen und zeitlichen Aufwand von beiden Seiten. Auf Masterstufe studieren rund die Hälfte der Studierenden Teilzeit.
Wie sehen Sie die Berufseinstiegschancen nach einem FH-Studium?
Durch die hohe Praxisnähe eines FH-Studiums sind die Berufsaussichten sehr gut. Viele Studierende sind schon kurz nach ihrem Abschluss beruflich tätig.
Bieten die Schweizer Fachhochschulen die Möglichkeit zu Austauschsemestern im Ausland?
Ja. Die FH sind den offiziellen Schweizer Austauschprogrammen angegliedert. Die Möglichkeiten sind vielfältig, und es gibt zahlreiche Partnerinstitutionen in ganz Europa.
Ein FH-Studium in einem anderssprachigen Landesteil – macht das Sinn?
Wer mehrere Sprachen spricht, hat im Beruf deutlich bessere Chancen. Sprachkenntnisse werden von den Arbeitgebern stark nachgefragt und oftmals sogar vorausgesetzt. Ein Studium in einem anderssprachigen Landesteil ist also viel mehr, als nur eine schöne sprachliche oder kulturelle Erfahrung. Es bringt auch beruflich Vorteile. Gewisse Studiengänge gibt es zudem nur in einem Landesteil in der Schweiz. Einzelne FH bieten Studiengänge in mehreren Sprachen an. Die BFH-HAFL beispielsweise verfügt, wie bereits oben erwähnt, über zweisprachige Angebote im Bachelorbereich.
Wie ist die Durchlässigkeit zu anderen Hochschultypen – beispielsweise, wenn man mit einem FH-Bachelor einen Uni-Master machen möchte. Geht das?
Das Gesetz schreibt vor, dass das Hochschulsystem durchlässig sein muss. Über die detaillierten Aufnahmebedingungen entscheidet aber immer die aufnehmende Institution.
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Dr. Magdalena Schindler hat an der ETH-Zürich Lebensmittelwissenschaften studiert. Nach einiger Industrieerfahrung hat sie an die Fachhochschule gewechselt, wo sie mehrere Jahre als Dozentin und Forscherin tätig war. Seit 2013 ist sie Direktorin der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften BFH-HAFL und stellvertretende Rektorin der Berner Fachhochschule BFH.
Dank dem FH-Master in der Praxis Fuss fassen
Wer das Bachelor-Diplom in den Händen hält, hat einen wichtigen Meilenstein geschafft. Das konsekutive Masterstudium an einer Fachhochschule (FH) vertieft und konkretisiert das Wissen – die ideale Vorbereitung für den Berufseinstieg.
Wer sich entscheidet, direkt nach dem Bachelor-abschluss sein Studium weiterzuführen, hat die Möglichkeit, ein konsekutives Masterstudium anzutreten. Seit elf Jahren bieten nebst den Universitäten auch die Fachhochschulen Master-studiengänge an. Ein konsekutives Masterstudium an Fachhochschulen dauert eineinhalb bis zwei Jahren. Es baut auf einem spezifischen Bachelorabschluss auf. Das heisst, das Bachelorstudium wird im Masterstudium vertieft oder fachlich weitergeführt. Kennzeichnend für die Master an Fachhochschulen ist der hohe Praxisbezug und die Anwendungsorientierung. Die FHs vergeben den Master of Arts zum Beispiel in Angewandter Linguistik, Angewandter Psychologie, Architektur, Sozialer Arbeit und den Master of Science beispielsweise in Chemie und Life Sciences, Wirtschaft und Dienstleistungen. Das Angebot an Masterstudiengängen hat sich in den letzten zehn Jahres um ein Vielfaches vergrössert. 2017 konnten gemäss dem Bundesamt für Statistik in allen Fachbereichen mit Ausnahme der Land- und Forstwirtschaft Masterabschlüsse gemacht werden. www.fhmaster.ch informiert detailliert über die FH-Masterstudiengänge. Zudem können verschiedene Masterstudiengänge neu ganz einfach neu auch auf dem Mobile verglichen werden.
Solide Grundlage für die Zukunft
Obwohl die FHs die konsekutiven Masterstudiengänge erst seit 2008 anbieten, sind Tendenzen bezüglich Berufsaussichten feststellbar. 95,8 Prozent der Absolventinnen und Absolventen fand 2018 nach dem Studium einen Job. Toni Schmid, Geschäftsführer von FH SCHWEIZ, dem nationalen Dachverband von Absolventinnen und Absolventen aller Fachbereiche von Fachhochschulen, sieht dafür mehrere Gründe: «An den Fachhochschulen setzen sich die Studierenden mit konkreten Fragestellungen aus der Praxis auseinander. Die Absolventinnen und Absolventen wissen deshalb, wie sie im Berufsleben an ihre Aufgaben herangehen müssen. Oftmals sind die Studiengänge zudem berufsbegleitend konzipiert. Dadurch können die Studierenden bereits in der Berufswelt Fuss fassen».
Zufrieden mit Job und Salär
FH SCHWEIZ eruiert mit Hilfe der FH-Lohnstudie alle zwei Jahre Zahlen und Fakten zu den Masterstudiengängen. Von den über 10000 Teilnehmenden der FH-Lohnstudie 2019 haben 12 Prozent ein konsekutives Masterstudium absolviert. 12 weitere Prozent der Teilnehmenden haben geplant, ein konsekutives Masterstudium anzutreten. Im Jahr 2017 gehörten die Masterstudiengänge in Musik, Theater und andere Künste, Wirtschaft und Dienstleistungen sowie Technik und IT gemäss den Zahlen des Bundesamtes für Statistik zu den meistbesuchten an FHs. Bezüglich Gehalt zeigt sich, dass FH-Absolventinnen und Absolventen mit konsekutivem Masterdiplom direkt nach dem Abschluss einen Medianlohn von 90000 Franken haben. Je nach Branche und Fachbereich variieren die Löhne stark. So ist der Durchschnittslohn von Master-Absolventeninnen und -Absolventen des Fachbereichs Psychologie am höchsten, während diejenige in Musik, Theater und andere Künste am wenigsten verdienen (vergleiche Grafik). Obwohl die Gehälter sehr unterschiedlich ausfallen, zeigen die Resultate der Lohnstudie 2019, dass 81 Prozent der Teilnehmenden mit dem Job und 60 Prozent mit dem Salär zufrieden sind.
Praxiserfahrungen als Schlüsselelement
Die meisten FH-Master-Studiengänge können berufsbegleitend absolviert werden. Das erlaubt, das Gelernte gleich in der Arbeitswelt umzusetzen. Zudem erleichtert ein berufsbegleitendes Studium den Berufseinstieg. Rund 40000 Stellen, bei denen FH-Absolventinnen und -Absolventen gesucht werden, findest du übrigens unter www.fhjobs.ch. Dort kannst du auch ein Job-Mail einrichten und bleibst so stets auf dem Laufenden.
Der Master als Türöffner

Deborah Speck hat nach dem Bachelor «Klinische Heilpädagogik und Sozialpädagogik» an der Universität Fribourg den FH-Master «Soziale Arbeit» (ein gemeinsames Angebot der BFH, der HSLU, der FHS St. Gallen und der ZHAW) absolviert. Ohne diesen Master hätte sie die Stelle als Schulsozialarbeiterin kaum erhalten.
Frau Speck, weshalb haben Sie sich für den Master «Soziale Arbeit» entschieden?
Ich habe bereits während meinem Bachelor an der Uni gemerkt, dass ich mich nicht auf die Pädagogik fokussieren, sondern gerne auch strategisch arbeiten möchte. Soziale Arbeit hat mich als Erweiterung interessiert. Der damals ziemlich neue Master «Soziale Arbeit» an der Fachhochschule schien mir die ideale Möglichkeit, mein Arbeitsfeld zu öffnen.
Ist Ihnen die Erweiterung des Berufsfeldes durch den Master gelungen?
Ja, ich bin heute als Schulsozialarbeiterin in Brugg tätig. Diese Stelle erhielt ich unter anderem, weil ich Wissen aus der Pädagogik sowie der Sozialen Arbeit mitbringe. Bereits von vorherigen Arbeitgebern erhielt ich die Rückmeldung, dass der Master für die Anstellung ausschlaggebend war.
Inwiefern ist das Master-Studium für Ihren heutigen Arbeitsalltag hilfreich?
Das vernetzte Denken, das ich insbesondere während meinem Master verstärkte, ist sehr gefragt. Zudem hilft mir mein fundiertes Wissen über die Institutionslandschaft der Schweiz. So ist es zum Beispiel bei einer Gefährdungsmeldung wichtig, dass ich verstehe, wie die verschiedenen Ämter funktionieren.
Erschienen im Magazin "Masterplan", Ausgabe Oktober 2019

Rafael Rommel
studiert Soziale Arbeit an der Berner Fachhochschule BFH. Er ist im 4. Semester.
Ich gelangte über mehrere Umwege zum Studium. Nach der Schule absolvierte ich eine handwerkliche Ausbildung zum Automatiker EFZ und holte im darauffolgenden Jahr die technische Berufsmatura nach. Bereits während der Lehrzeit begann ich an meinem Berufswunsch zu zweifeln, da ich meine Stärken und Talente unter anderem in den zwischenmenschlichen Bereichen sah. Der Zivildienst bot mir die Möglichkeit, in die unterschiedlichsten Arbeitsfelder und Lebenswelten des sozialen Bereiches Einblick zu erhalten. Die Erfahrungen und Begegnungen, die ich dort machen durfte, sind ein massgebender Grund dafür, dass ich mich für diesen Weg entschieden habe.
Wie sieht dein Studium aus?
Was gefällt dir besonders?
Was möchtest du nach dem Studium machen?
Ich möchte das Gelernte umsetzen, neue Erfahrungen sammeln und die Möglichkeit wahrnehmen, weiter an mir zu arbeiten. In welchen Bereich der Sozialen Arbeit es mich bis dahin genau gezogen hat, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Momentan präferiere ich die Berufsfelder Arbeitsintegration und Sozialhilfe. Durch zwei Praktika habe ich hier noch die Gelegenheit einen vertieften Einblick zu erhalten. Ich interessiere mich ebenfalls sehr für ein weiterführendes Masterstudium. Für jemanden, der als Jugendlicher davon überzeugt war, nie studieren zu wollen, ein gewaltiger Schritt.

Alessia Silvestro
studiert im 5. Semester an der OST Ostschweizer Fachhochschule in Rapperswil (bisher HSR) Erneuerbare Energien und Umwelttechnik.
Durch meine Interessen im Bereich der Umwelttechnik bin ich auf verschiedene FH gestossen, welche ein Studium in diesem Themenbereich anbieten. Dabei war mir wichtig, dass beispielsweise Botanik kein Thema im Studieninhalt sein sollte – ich wollte etwas Technisches studieren, wo ich dann auch konkret Projekte beispielsweise im Bereich der Abwasserbehandlung mitgestalten kann. Dabei stach die OST am meisten hervor – der Studieninhalt stimmte am besten mit meinen Interessen überein.
Wie sieht dein Studium aus?
Was gefällt dir besonders?
Was möchtest du nach dem Studium machen?
Ich würde gerne in einem Umweltingenieurbüro arbeiten und Projekte im Bereich Trinkwasser- oder Abwasseraufbereitung realisieren – von der Variantenanalyse bis zur Ausführung.

Cristian Cardoso
studiert an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) Soziale Arbeit. Er ist im 8. Semester.
Wie sieht dein Studium aus?
Im Voll- oder Teilzeitmodell sind Studierende in der Regel vier Tage an der Fachhochschule und müssen insgesamt zwei Semester Praktika absolvieren. Wenn man das Studium abgeschlossen hat, erhält man den Bachelor of Arts FHNW in Sozialer Arbeit.
Was gefällt dir besonders?
Was möchtest du nach dem Studium machen?
Ich habe das Ziel, in einem sozialberaterischen Kontext beispielsweise in der freiwilligen Sozialberatung, in einem gesetzlichen Sozialdienst, in einer niederschwelligen Anlaufstelle oder dass ich ein eigenes soziales Projekt auf die Beine stelle. Auch habe ich das Ziel, an der Fachhochschule angehenden Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern meine Praxiserfahrungen zur Verfügung zu stellen, indem ich in Modulen mitreferiere.

Selami Tahiri
absolviert einen Bachelor in Business Administration mit Vertiefung «Entrepreneurship» an der Kalaidos Fachhochschule. Er ist im achten und somit letzten Semester.
Wie sieht dein Studium aus?
Was gefällt dir besonders?
Ja, ich arbeite mit einem Pensum von 80 Prozent neben dem Studium.
Was möchtest du nach dem Studium machen?
Ich werde sehr wahrscheinlich direkt einen Master anhängen. Allenfalls lege ich aber auch eine Pause ein.

Daniela Heldstab
absolviert den Studiengang Bachelor of Science in Tourismus an der Fachhochschule Graubünden in Chur. Aktuell ist sie im vierten Semester.
Wie sieht dein Studium aus?
Was gefällt dir besonders?
Ich arbeite neben dem Studium rund 20 Prozent in einem 4-Sterne-Superior-Hotel in Davos. So kann ich mir einerseits ein bisschen Geld dazu verdienen und andererseits weiterhin Berufserfahrung in der Tourismusbranche sammeln.
Was möchtest du nach dem Studium machen?
Bisher habe ich mich noch nicht festgelegt, welchen konkreten Beruf ich später ausüben möchte. Meine Interessen tendieren aber eindeutig zum Marketing und Product Development. Es ist aber durchaus möglich, dass ich mich noch für ein weiterführendes Masterstudium entscheiden werde.
swissuniversities.ch
Seite der Schweizer Hochschulen (Uni, PH, FH) mit Informationen rund ums Studium in der Schweiz
fhschweiz.ch
Dachverband Absolventinnen und Absolventen Fachhochschulen. Unter anderem werden immer wieder interessante Statistiken rund ums FH-Studium aufgeschaltet.
berufsberatung.ch
Informationsportal der Schweizer Studienberatungen – viele Infos zu allen möglichen Bildungswegen, kompakt zusammengestellt
fachhochschulen.net
Ausführliche Beschreibung sämtlicher Studiengänge an Schweizer Fachhochschulen
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